der Gemeindebote

Ich war schon sehr aufgeregt! Das erste Mal im großen Gemeindeboten und gleich auf der Titelseite.

Man hat mich der Schulze in den Himmel gelobt. Was aus mir alles werden könnte – richtig ins Schwärmen ist der gekommen. Junge Brautpaare will er zu mir schicken, seine Plauderrunde, er nennt es ja Sprechstunde, will er bei mir abhalten und die Damen und Herren des Gemeinderates sollen auch noch ein Zimmerchen bei mir bekommen. Und das Beste zum Schluss: Ein Cafe mit meinem Namen will er einrichten. Ich war paff!

„Wer kennt es nicht, das „Haus derer von Knorr“ in der Kirchgasse 4. Das älteste Haus der Gemeinde bietet seit Jahren einen traurigen Anblick. Nun besteht die Chance, dieses Haus zu erwerben und jetzt kommen Sie „ins Spiel“. Ich kann mir ganz gut vorstellen, dass hier die Gemeinde ihrer Verantwortung für die Vergangenheit gerecht wird und dieses Ensemble vor dem weiteren Verfall bewahrt. Der Kaufpreis „könnte aus der Portokasse“ bezahlt werden, aber die Auflagen vom Denkmalamt sind sehr hoch. Meine Vorstellung wäre: Kaufen, einen „Freundeskreis Knorrsches Haus“ (siehe Innenteil) gründen und dann in kleinen Schritten (je nach Kassenlage) umbauen, so dass später einmal ein „historisches Trauzimmer“, ein „attraktives Schulzenamt“ oder im Innenhof gar ein kleines „Cafe Knorr“ entstehen könnte“.

Aber dazu wollte er die Meinung der Iderschen und der Uderaner haben. Was ihr wisst den Unterschied nicht? Als ältestes Haus will ich euch aufklären: Idersche sind alles die Leute, die in Uder geboren sind. Uderaner sind die Leute, wie der Schulze, die es nach Uder verschlagen hat. Und soll ich das Ergebnis vorwegnehmen? Zwei Idersche haben mir die Verjüngungskur nicht gegönnt. Alle anderen haben sich mit mir gefreut. Und ein paar wollen auch wieder in diesen Freundeskreis kommen; hat mir der Schulze verraten!







Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Akzeptieren